Kiefergelenksbehandlung

Im Idealfall besteht ein ausgewogenes Zusammenspiel zwischen der Kaumuskulatur sowie den Zähnen und Kiefergelenken. Ist dieses Zusammenwirken jedoch gestört, komm es oft zu Schmerzen und Symptomen am ganzen Körper. In der Fachsprache spricht man hier von einer Cranio – Mandibulären Dysfunktion, kurz CMD. Für die Dysfunktion gibt es viele auslösende Faktoren, oft ist es der alltägliche Stress.

Bei der craniomandibulären Dysfunktion (CMD) handelt es sich nicht um eine Therapieform, sondern um das vielschichtige Krankheitsbild der Kiefergelenkbeschwerden. Zähneknirschen, Kiefergelenkschmerzen beim Kauen oder in Ruhe, Kieferknacken, Schmerzen in der Kaumuskulatur gehen mitunter mit Gesichtsschmerzen, einseitigen Kopfschmerzen, Nackenschmerzen oder auch Tinnitus einher. In unserer Praxis bedienen wir uns unterschiedlicher Methoden dieses komplexe Krankheitsbild zu behandeln.

Das Kiefergelenk liegt vor dem äußeren Gehörgang und ist die einzige gelenkige Verbindung zwischen Schädel und Unterkiefer. In ihm sind differenzierte Bewegungsabläufe für Nahrungsaufnahme, Kautätigkeit und Phonation möglich. Das Kauorgan besteht aus Teilsystemen wie Okklusion, Kiefergelenken, Kaumuskeln und Nervensystem als biologischen Funktionskreis, in dem eine Vielzahl wirksamer Regelmechanismen integriert ist. Ein Funktionskreis arbeitet nur dann störungsfrei, wenn alle Glieder vorhanden sind und entsprechend ihrer anatomischen- physiologischen Aufgabe normal funktionieren. Gibt es in diesem System Überbeanspruchung, Gewebeschädigungen oder andere Einflüsse, so führt das zu einer Dysfunktion = Craniomandibuläre Dysfunktion.

Da die Ursachen zum Teil lokal in der Kaumuskulatur oder im Kiefergelenk zu finden sind, beinhaltet die Behandlung z.B. Massagen der betroffenen Muskulatur, Optimierung der Kiefergelenkstellung und Belastung. Spezielle Konzepte für Kiefergelenksbehandlungen, Manuelle Therapie, Brügger Therapie und auch Teile der Craniosaralen Therapie finden hier Anwendung. Wir beziehen die täglichen Beanspruchungen und Belastungen der Patienten mit ein und geben ihnen wertvolle Tipps für den persönlichen Alltag, häufig ist auch ein Anteil Entspannungstechniken dabei.

Die Behandlung kann durch Fango oder Ultraschall im Schulter-Nacken-Bereich, im Kieferbereich und auf dem Brustbein gut unterstützt werden. Die heiße Rolle kann an der überlasteten Muskululatur zu höheren Effektivität anwenden. Eigenübungen unterstützen die Stabilisierung und Nachhaltigkeit der Behandlung.